Counting Descent [Rezension]

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Literatur

Für mehr Poesie in 2018! Das erste Buch, dass ich dieses Jahr gelesen habe, ist eine Gedichtsammlung, die sich thematisch mit Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt überschneidet.

Aufmerksam gemacht auf die Gedichtsammlung wurde ich vom Poeten, Clint Smith selbst, dem ich sicher seit über zwei Jahren nun, auf Twitter folge. Smith ist nicht nur Lyriker, er ist Autor, Lehrer und Doktorand an der Harvard Universität und  schreibt bzw. forscht über Bildung, Ungleichheitsmuster und das Strafvollzugswesen der USA.  Seine Arbeit erschien u.a. im  New Yorker, The Paris Review und im Atlantic.

Handlung

In Smiths Gedichten geht es um seine Heimatstadt New Orleans und die Folgen Hurricane Katrinas, schwarze Maskulinität, “black boy joy,” “black love,” soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt. Zwei seiner Gedichte möchte ich mit euch teilen: “Counting Descent” und “When They Tell You The Brontosaurus Never Existed”.

Meinung

Mit seiner ersten Gedichtsammlung hat mich Smith in den Bann gezogen. Vieler seiner Gedichte beginnen verspielt und in der nächsten Zeile/Strophe, landet er einen Faustschlag direkt in die Magengrube, und bringt den Leser zurück auf den Boden der Tatsachen (z.B. “Counterfactual,” “Playground Elegy”). Seine Wortwahl präzise, seine Poesie empowerend. Smith zeigt, dass “black masculinity” zart und liebevoll sein kann (z.B. “An Evening at the Louvre”, “Each Morning Is A Ritual Made Just for Us”). Er, wie viele andere auch, zeigt wie wichtig es ist sich gegen den Status Quo zu wehren (z.B. “How to Make an Empty Cardboard Box Disappear in 10 Steps”). Literatur (und andere Kunstformen) sind so machtvoll und deshalb ist Counting Descent ein wichtiges Werk, um aufzuzeigen dass sich die Realität für viele schwarze Menschen in den USA (aber auch global) sich nur minimal verbessert hat.

Fazit

Wer sich mit den oben genannten Themenkomplexen lyrisch auseinandersetzen und ihre*seine Perspektive auf Maskulinität erweitern möchte, kann ich diese Sammlung an Gedichten ans Herz legen. Hier ein Zitat des Dichters Gregory Pardlo zu Counting Descent:

Clint Smith weaves histories, from collective to personal, to make indelible archetypes of those places that have created us all. These poems shimmer with revelatory intensity, approaching us from all sides to immerse us in the America that America so often forgets. The broad sweep of Smith’s vision delivers a sudden awareness: In this poet’s hands, we sense, like Rilke, there is no place that does not see you.    

Meine Wertung: (5/5)


ISBN: 978-1938912658

Verlag: Write Bloody Publishing

84 Seiten, Englisch

Erscheinungstermin: 15.09.2016

Preis: $ 15.00

 

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