Denkfest Tag 2

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Kunst & Kultur / Persönliches
23:21 Uhr

Es ist spät und ich erschöpft. Erschöpft, weil ich eine große Menge an Gedankenketten und Denkanstöße noch immer verarbeite und das Hirn seit 10 Uhr in Hochbetrieb ist. Ein schönes Denkfest findet am frühen Abend ein Ende mit einem “Murmelgespräch.” In gemütlicher Atmosphäre fanden sich rund 250 Personen rund um den Marktplatz in Weinheim an einem schönen Herbsttag ein, um gemeinsam quer zu denken und sich inspirieren zu lassen.

Denkfest

Ein Symbol des Denkfests: der Kopfsalat!

“Kunst macht Gesellschaft, Gesellschaft mach Kunst.” Wie passt das zusammen? Wie können wir die Anstöße als Kunstschaffende und Kulturbeauftragte in unsere Institutionen tragen? Große, komplexe Fragestellungen kamen auf uns zu, mit der Instruktion ergebnisorientiert zu denken.

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Im Denkraum wurden vorgegebene Fragen in Kleingruppen diskutiert

Schwierig, finde ich. In so einem zeitlich stark begrenzten Rahmen und vor allem in kleinen Grüppchen dann doch schwer umsetzbar brauchbare Ergebnisse zu liefern. Vielleicht war das aber auch so gewollt, dass man für sich dann überlegt: “Was nehme ich heute mit aus diesen Gesprächen und Stories?” und “In wie weit verändert das mich und meine Arbeit?” “Tut es das überhaupt?”

Ihr seht, ich selbst tue mich schwer Worte zu finden die beschreiben, was ich selbst für mich mitnehme. Ich muss natürlich sagen, als Studentin, als Deutsche mit Migrationshintergrund, als Person die zwischen den Kulturen lebt, war das eine sehr spezielle Gruppe an Menschen, mit denen ich sonst nur wenig Kontakt habe, aber dennoch Berührungspunkte finden konnte.

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Die Teilnehmer des Denkanstoßes “Silent University”

Und ich natürlich auch für mich realisiere, dass ich ein Teil des “Bildungsbürgertum” sein werde. Viele mögen mich eventuell gar nicht so wahr nehmen, und ich mich da auch nicht darüber definieren—ABER ich merke, über die Jahre verändern sich Ansichten und Perspektiven. Als Wissenschaftlerin hat man dann doch ganz andere Argumente parat wenn es um soziale und politische Probleme in der Gesellschaft geht. Jedoch sehe ich mich in erster Linie als jemand der als Brücke zu dem stehen kann: zwischen Kanake und Bildungsbürger. Ich habe viele Eindrücke gesammelt, die mir helfen diese Brücke zu festigen.

Ich lasse es im Raum stehen, in der Hoffnung das es plötzlich Klick macht.

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