Mein Alltag mit dem Fitbit Charge HR!

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Ende Dezember entschloss ich mich, nach langem Überlegen und Internet-Recherche, einen Fitness-Tracker zu kaufen. Ich wusste, dass ich keine Smartwatch wollte, die zusätzliche Funktionen bietet und mehr nach einer ~echten~ Uhr ausschaut, sondern ein Gerät, dass sich auf körperliche Aktivitäten beschränkt. Ich entschied mich für das Fitbit Charge HR (das HR steht für Heart Rate), dass zufälligerweise zum Zeitpunkt des Kaufs im Angebot war. Im Nachfolgenden möchte ich euch zeigen, wie mein Alltag vom Fitbit beeinflusst wird und wie sich das Gerät im Dauertest schlägt!

Seit ich das iPhone 6S besitze, verfolge ich penibelst meine zurückgelegten Schritte, was mich letztendlich dazu brachte meinen Alltag aktiver zu gestalten, dass leider sehr viel von Sitztätigkeiten geprägt wird. In Kombination mit der Neu-Anmeldung im Fitnessstudio, wollte ich meinen Alltag noch mehr quantifizieren und die Daten noch besser analysieren können.  Außerdem bemerkte ich, dass die Motivation durch Rewards gesteigert wurde und meinen Ehrgeiz gepackt hat. Somit lag der Schritt zum Fitness-Tracker nicht weit.

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Eine kurze Einführung in die Welt der Fitness-Tracker

Ich weiß noch als Nike mit Nike+ versuchte, Freizeit-Athleten inklusive mir zu motivieren. Ich besaß einen Nike+ Running-Schuh und einen iPod und kaufte den passenden Chip um ihn unter die Einlegesohle zu legen. Besonders viel habe ich damit nicht gemacht, aus mir ist noch immer keine passionierte Läuferin geworden ¯\_(ツ)_/¯Ein paar Jahre später veröffentlichte Nike das Fuelband, die Marketing-Maschine war gigantisch und mich hat das Band auch sehr gereizt…

Gekauft habe ich es nicht. #noregrets

2011 begannen die Firmen Jawbone und Fitbit Aktivitätstracker auf dem Markt zu bringen, der Durchbruch dieser Art von Wearables geschah erst 2015 nachdem Apple, Samsung und weitere Tech-Firmen begannen Smartwatches auf den Markt zu bringen. Andere Unternehmen wie Polar und Garmin dominieren bereits länger auf dem Markt der Pulsuhren und werden durch den Wettbewerb gezwungen, innovatier zu werden. Ich vermute 2016 wird das Jahr der Fitness-Tracker.

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Was kann der Charge HR?

Nun aber zum eigentlichen Gerät! Direkt nach dem Kauf wurde es geladen (per USB am Laptop) und die iOS App installiert. Die Mac-Version habe ich zwar installiert, aber nie benutzt. Da schaue ich lieber per Browser auf meine Daten. Das Akku des Charge ist nach circa einer Stunde voll aufgeladen und hält bei mir im Schnitt drei Tage bei ständiger Benutzung.

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Neben der Aufzeichnung zurückgelegter Schritte, der zurückgelegten Strecke, Kalorienverbrauch und gestiegene Etagen, zeigt das Charge HR zusätzlich den Puls an. Außerdem kann das Gerät als Wecker genutzt werden. Man wird dabei sanft durch eine Vibration geweckt. Seitdem snooze ich auch nicht mehr und achte darauf, dass mein Schlaf durch Kontrolle ausreichend und gut ist. Funktioniert bei mir ausgezeichnet!

fitbitEin zusätzliches Gimmick ist die Benachrichtigung von eingehenden Anrufen. Eine kurze Vibration und die Anzeige des Kontakts machen einen darauf aufmerksam. Ich finde es ganz nützlich, da ich mein iPhone grundsätzlich auf lautlos eingestellt habe.

Das Gerät allein reicht nicht aus um aus der Menge an Daten einen Trend herauslesen zu können. Da kommt für mich die dazugehörige App zum Einsatz. Im “Dashboard” werden die synchronisierten Daten des aktuellen Tages angezeigt, zusätzlich kann man selbst (oder per App zum Beispiel MyFitnessPal) seine Ernährung verwalten, sowie das Gewicht und jeweilige Ziele eingeben. Ein Tap auf die jeweiligen Daten zeichnet euch einen Wochentrend ab und man kann die Daten der vorherigen Woche oder auch des Monats abgleichen. fitbit

Im Tab “Challenges” kann man Freunde zu Wettbewerben herausfordern, die sich über die Arbeitswoche oder dem Wochenende erstrecken. Man kann auch sich selbst herausfordern, in dem man die “Challenge” Zieltag auswählt. Die externe Belohnung durch Trophäen und Badges stellt zumindest mich zufrieden und motiviert mich unheimlich. (Dies wurde bereits unter ähnlichen Gesichtspunkten wissenschaftlich untersucht.) Im Tab “Account” kann man dann den Wecker einstellen und andere Details wie zum Beispiel, dass das Fitbit an der nicht-dominanten Hand getragen wird und wann der Puls gemessen soll.

Im Fitnessstudio nutze ich das Fitbit eigentlich fast gar nicht, da es leider keine Kraftgeräte erkennt und mein Studio ein eigenes Tracking-System hat, dass sich mit dem Fitbit synchronisiert, sodass ich darüber keine zusätzliche Aufzeichnung brauche. Es zeichnet aber schnelles Gehen und Joggen auf, Rad fahren leider auch nicht. Da muss noch nachgebessert werden, finde ich.

Fazit

Nach etwas mehr als vier Wochen bin ich noch genauso begeistert wie am ersten Tag. Ich analysiere meine Daten und schaue wo ich mich weiter verbessern kann. Ich zeichne meinen Schlaf auf und habe auch da schon deutliche Verbesserungen erkennen können. Der Datenaustausch mit anderen Apps funktioniert ebenfalls problemlos (auch wenn die Idee dahinter problematisch ist.) und ich kann auch vom Browser am Laptop bequem auf die Daten zugreifen. Mit ifttt habe ich auch Google Sheets wo ich mir dann meine eigenen Diagramme erstellen könnte und aus meinem Körper eine Langzeitstudie mache. Ihr seht, man muss Spaß an Datenanalyse haben und sich von der Gamification von Fitness motivieren, um das Beste von einem Gerät wie das Fitbit Charge HR rauszuholen. Ich bin gespannt ob ich in sechs Monaten noch immer den Fitness-Tracker täglich nutzen werde!

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