Meine Ziele für das Lesejahr 2018

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Literatur

Frohes Neues Jahr! Vor wenigen Tagen schrieb ich mir eine Liste von Zielen, die ich in diesem Jahr erreichen will. Es sind über drei Seiten geworden, mit Dingen die sich vermutlich viele vornehmen (mehr Sport treiben, eine neue Sprache lernen) und Dingen die recht subjektiv und individuell sind. Auf dieser Liste habe ich auch das Lesen in den Fokus gesetzt (mein Wort des Jahres). Was ich mir vornehme und wie ich vorgehen möchte, könnt ihr nachfolgend lesen.

Mehr deutschsprachige Literatur

Auf Twitter und in meinem Jahresrückblick habe ich schon erwähnt, dass ich mehr deutschsprachige Literatur lesen möchte. In meinem Studium der Amerikanistik lese ich zu 99 % englischsprachige Literatur. Und auch in meiner freien Zeit lese ich vor allem Bücher im englischen Original oder in der englischen Übersetzung. Deswegen habe ich mir für 2018 vorgenommen, dass mind. ein Buch im Monat ein deutschsprachiges ist. Dank der Empfehlungen habe ich auch schon grobe Idee, in welche Richtung das gehen wird. Ich möchte eine gute Mischung aus Gegenwartsliteratur und Klassikern haben.

Weniger Geld für Bücher ausgeben

Mittlerweile wird es eng in meinem Bücherregal und ich möchte etwas achtsamer mit meinem Budget für Bücher umgehen. Deswegen habe ich mir vorgenommen, mir wieder ein Bibliotheksausweis für die örtliche Stadtbibliothek zu machen. Für US-amerikanische Literatur gibt es an meinem Arbeitsort eine hervorragend sortierte Bibliothek, die ich sowieso mit meinen Anschaffungsvorschlägen bombardiere. Außerdem gibt es eine gute Auswahl an eBooks. Und die Unibibliothek steht auch noch zur Verfügung, wenn ich etwas Wissenschaftliches aus der Nische lesen möchte (das kommt häufiger vor, als man denkt). Ein weiterer Punkt ist, dass ich wenn ich Geld für Bücher ausgebe, ich mich lieber direkt in den lokalen Buchhandlungen umschaue, einkaufe und dort ggf. bestelle wenn das Gesuchte nicht vorhanden ist. Auch wenn ich 1-Click liebe, das Einkaufserlebnis in einer physischen Buchhandlung hat seinen Charme!

Entspannt lesen

Ich möchte mich beim Lesen nicht unter Druck setzen lassen. Ich mache zwar bei der Goodreads 2018 Reading Challenge mit und habe mir ein Ziel von 25 Büchern vorgenommen. Das ist aber eine Zahl, die ich locker und ohne Druck schaffe. Lesen soll mir Spaß machen, mich weiter bringen und neue Perspektiven eröffnen.

Über den Tellerrand schauen

Was ich bereits 2016 und 2017 getan habe und in 2018 weiterhin beibehalten möchte, ist andere Perspektiven durch Literatur kennenzulernen. Das bedeutet für mich noch mehr Erzählungen von people of color, Erzählungen ganz fern von westlich dominierten Strukturen, Narrative erzählt von queeren und/oder disabled Personen.  Ich möchte mehr Hörbücher hören, mehr Lyrik in meinem Leben haben und mehr Graphic Novels lesen. Mein Interesse für Science Fiction wurde in 2017 geweckt, da möchte ich mich auch einlesen.

Neue Verbindungen schaffen

In 2017 habe ich mich erstmals der Buchcommunity geöffnet und mich aktiv beteiligt. Ich habe ein Instagram-Profil erstellt (https://www.instagram.com/blackwomanreads/) und auf Twitter mehr über Literatur geschrieben (vergleichsweise wenig zu vielen anderen…). Ich habe neue Kontakte geknüpft und mich mit Gleichgesinnten ausgetauscht. Das möchte ich in 2018 ausbauen. Ich habe mir z.B. bereits ein Ticket für das Literaturcamp in Heidelberg gesichert und auch sonst möchte ich mehr sehen und erleben.

 

Was sind eure Ziele für das Lesejahr?

2 Comments

  1. Frohes Neues! 🙂 und danke für den Text.

    Mein Goodreads Challenge Leseziel ist noch bescheidener: 20. Aus genaaau dieselben Gründen 🙂 No pressure.

    Ich möchte auch mehr deutschsprachige Literatur lesen. Ich arbeite seit 7 Jahren in eine englischsprachige Bubble und mein Deutsch liegt da am Boden…
    Ich will besonders mehr von die “badasses” der deutsche Literatur lesen 🙂 Einige, die ich schon kenne sind:

    *Heinrich Heine: oh gott… die ersten Zeilen in Die Harzreise :’D

    *Thomas Bernhard: eine meine lieblings-Entdeckungen aus meine (abgebrochene) Germanistik Studium. Gewöhnungsbedürftig aber es ist der Mühe wert.
    Zum Beispiel “Die Ursache. Eine Andeutung”.

    *Irmgard Keun: von die nazi Behörde damals als “Asphaltliteratur mit antideutscher Tendenz” bezeichnet, mit “Angriffe gegen die bürgerliche Moral und das Deutschtum”. Wenn das keiner Leseempfehlung ist…! In meine Leseliste dieses Jahr steht “Gilgi”

    Ich würde so gerne ein “noch lebende” badass Autor kennen…

    • Hi Eva,

      danke für deinen Kommentar! Du hast mir jetzt auch noch ein paar Impulse gegeben (Heine, Bernhard, Keun). Danke dafür. Leider hab ich selbst keine wirkliche Empfehlung für deutscher Gegenwartsliteratur die von badass Autor*innen geschrieben wurde. Aber ich halte meine Augen offen und werde es mit dir (und allen anderen Interessierten) teilen.

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