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Persönliches / Uni

Es ist Oktober, die Blätter wechseln ihre Farben, die Luft fühlt sich frisch an. Wenn morgens um 8:00 der Wecker klingelt, versteckt sich die Sonne meist hinter dichtem Nebel. Der Monat Oktober bedeutet für mich: Start in ein neues Jahr! Der Beginn eines neuen Semesters fühlt sich an wie damals zu Schulzeiten. Gestern wurde mir bewusst, dass ich nun in meinem 12. Semester bin.

Zwischendrin wurde der Studienort gewechselt und auch die Studienfächer wurden wie Kleider abgelegt. Das erinnert mich an eine der vielen Unterhaltungen mit meinen Kommilitonen in den USA. “Du musst dich bereits bei der Bewerbung für einen Studiengang entscheiden? Ich könnte das nicht!” Das US-amerikanische Bildungssystem erlaubt jedem Studierenden sich in den ersten zwei Studienjahren auszuprobieren, erst danach muss man sich für Haupt- und Nebenfach entscheiden. Das erste Jahr wird oftmals mit dem 13. Schuljahr an einem deutschen Gymnasium verglichen…

Ich schweife ab. Ich bin in den letzten Zügen des Bachelors und beginne parallel den Master. Es fühlt sich gar nicht an wie 5 1/2 Jahre. Immer wieder spiele ich sogar mit dem Gedanken [später!] ein Parallelstudium aufzunehmen oder ein Studienaufenthalt in einem anderen europäischen Land einzulegen. Wenn ich dafür bezahlt werden würde, dann könnte ich für den Rest meines Lebens studieren. Ich meine damit nicht unbedingt an einer Universität, wo man ständig gegen die Bürokratie einer elitären Institution ankämpfen muss, sondern das Erlangen von Wissen.

Ich sehe Wissen und (lebenslanges) Lernen als ein mächtiges Instrument. Andernfalls führt das doch nur zu Stagnation und im schlimmsten Fall zu persönlichem Unglück. Lernen kann für jeden ganz unterschiedlich ausfallen: eine Fremdsprache erlernen, sich einer fremden Kultur komplett hingeben, sich mit den Werken Platos auseinandersetzen und die Erleuchtung finden. Das ist wie eine Reise ohne den Ort je verlassen zu müssen, es aber jederzeit kann.

Ich finde das unglaublich erfüllend, ihr nicht auch?

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